AFFiRiS AG

Home > Therapeutische Impfstoffe > Alzheimer > Neue Therapieansätze

Neue Therapieansätze

Weltweit werden derzeit immunologische Ansätze zur Reduktion der zerebralen Aß Spiegel intensiv erforscht. Neben der aktiven Aβ-Immunisierung werden verschiedene Formen der passiven Immunisierung verfolgt.

 

Passive Immunisierung

Zu Bapineuzumab, einem von Elan/Wyeth entwickelten humanisierten, monoklonalen Aβ Antikörper, liegen derzeit die meisten klinischen Daten vor. Bapineuzumab ist das erste Alzheimer-Immuntherapeutikum, das in klinische Studien der Phase III eingetreten ist. Derzeit laufen zwei große, internationale, multizentrische Studien zur Überprüfung seiner Wirksamkeit. Solanezumab (LY2062430), ein von Eli Lilly entwickelter Aβ-Antikörper, hat mittlerweile in der klinischen Entwicklungsphase zu Bapineuzumab aufgeschlossen. Nach einer kurzen, auf pharmakokinetische Aspekte fokussierten Phase II-Testung, ist Solanezumab ebenfalls in die Phase III-Prüfung eingetreten. Mit PF04360365 (Pfizer) und GSK933776A (GSK) befinden sich zwei weitere Aβ-Antikörper in der Phase der klinischen Prüfung.

 

Intravenöse Immunglobulin-Therapie

Intravenöse Immunglobulin (IVIG)-Präparationen enthalten neben Aβ-Antikörpern auch noch solche mit anderen relevanten Spezifitäten. Nachgewiesen sind bspw. Antikörper gegen die zerebral lokalisierten Aβ-Rezeptoren RAGE (transportiert Aβ vom Plasma ins Zentralnervensystem) und sLRP (moduliert den Aβ-Efflux vom Zentralnervensystem ins Plasma). Neben Baxter führt Octapharma klinische Studien zum Einsatz von IVIG-Präparationen in der Alzheimer Therapie durch.

 

Aktive Immunisierung

Alzheimer Impfstoffe

Derzeit werden mindestens fünf Alzheimer Impfstoffe klinisch erforscht: ACC001 (Elan/Wyeth), CAD106 (Novartis/Cytos), V950 (Merck/Acumen) sowie die AFFITOP® Impfstoffe AD01, AD02 und AD03, die AFFiRiS zusammen mit GSKBio entwickelt. Diese Zweitgenerations-Impfstoffe sind durch kurze, Aβ-repräsentierende Antigene charakterisiert. Sie dienen als Zielstruktur für die Antikörperantwort. Dieses Sicherheitskonzept soll die Aktivierung Aβ-spezifischer, potentiell encephalitogener T-Zellen verhindern. Das angesprochene Sicherheitskonzept ist in allen Zweitgenerations-Impfstoffen verwirklicht und ist zielführend: Bisher wurden für die jeweiligen Impfstoffe keine Meningoencephalitis Fälle berichtet.

 

Mit dem Impfstoff AD03 weitet AFFiRiS das Targetspektrum zu den modifizierten Aβ-Formen hin aus. Diese wurden in den letzten Jahren nicht nur als wesentliche Treiber der Aβ Aggregation identifiziert, sondern auch als besonderes toxisch eingestuft.