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Bluthochdruck

Nach Definition der WHO gilt ein systolischer Blutdruck höher als 140 mmHg oder ein diastolischer Blutdruck höher als 90 mmHg als Hypertonie. Parallel zu einem gesteigerten Blutdruck erhöhen sich auch das Risiko einer Herzerkrankung, eines Schlaganfalls sowie das Sterberisiko. Aber auch Durchblutungsstörungen, Nierenversagen, Blindheit oder Demenz können schwerwiegende Folgen eines dauerhaft erhöhten Blutdrucks sein. Einer aktuellen Studie zufolge leiden mittlerweile 20 bis 30 % aller Erwachsenen in Industrieländern an Hypertonie. Es wird angenommen, dass diese Zahl in den nächsten Jahren dramatisch ansteigen wird, so dass im Jahr 2025 weltweit geschätzte 1,5 Milliarden Menschen betroffen sein werden.

 

Trotz vorhandener Behandlungsmöglichkeiten geht man davon aus, dass lediglich ein Viertel der Patienten ausreichend therapiert wird. Dies gilt nicht nur für Länder in denen die medizinische Vorsorge nicht optimal aufgebaut ist, sondern auch für Länder, in denen die Kosten der Vorsorge und Behandlung kein Thema sind. Somit bleibt Bluthochdruck nach wie vor unzureichend behandelt.

 

Mehrere Gründe können hierfür als Erklärung dienen. Eines der Probleme bei der Behandlung von Bluthochdruck scheint aber die schlechte Disziplin der Patienten bei der Einhaltung der vom Arzt vorgeschriebenen Maßnahmen zu sein. Die Akzeptanz (Compliance) der Patienten, täglich Medikamente zu sich zu nehmen, um eine Krankheit zu behandeln, die unmittelbar von den Personen nicht allzu stark gespürt wird, ist sehr gering. Zudem scheinen herkömmliche Therapien oft nicht optimal zu wirken.

 

Ein effektive Therapie mit Langzeitwirkung könnte hier somit große Vorteile bieten. Das Ziel von AFFiRiS besteht nun in der Entwicklung eines neuen Impfstoffs, der es ermöglicht, Bluthochdruck und Bluthochdruck assoziierte Erkrankungen, zu therapieren.

 

Auch in diesem Entwicklungsprojekt macht sich die AFFiRiS AG den Vorteil ihrer AFFITOM®-Technologie zu Nutze: Diese erlaubt es effiziente Impfstoffe gegen körpereigene Proteine herzustellen. Mit dem Protein Angiotensin II nimmt sich die AFFiRiS AG dabei erstmals ein menschliches Hormon als Zielmolekül seiner Impfungen vor. Das Peptidhormon verursacht im Körper Gefäßverengungen und führt damit zu einer Erhöhung des Blutdrucks. Deshalb bietet es sich bei chronisch erhöhtem Blutdruck als Zielstruktur für eine Intervention an.